Der Uhu - Vogel des Jahres 2005

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Der Uhu (Bubo bubo) ist zum Vogel des Jahres 2005 gekürt worden.
Der NABU in Zusammenarbeit mit dem LBV wählen nun schon seit 1971 den Vogel des Jahres. Nach dem Steinkauz 1972 und der Schleiereule 1977 ist nun endlich wieder eine Eule dabei. Der Uhu ist unsere größte einheimische Eule und war fast ausgerottet.  Diese Wahl für 2005 soll die Erfolge der Wiederansiedlung unterstreichen. Denn heute leben in Deutschland wieder 850 Brutpaare. Sie sind vorwiegend in den deutschen Mittelgebirgen und in Alpennähe angesiedelt, aber auch in Schleswig-Holstein.
Die etwa 70 cm grosse und zwischen 1900g u. 2600g schwere Eule ist ein Felsenbrüter - es kommen aber auch Boden - u. Baumbruten vor - und hat es deshalb sehr schwer in der heutigen Zeit Fuss zu fassen. Um sich wohlzufühlen braucht der Uhu einen ungestörten Brutplatz und ein Revier, das mindestens 10 Quadratkilometer umfassen sollte. Hier noch einige Infos. von Silvia Koch. Auf der Internetseite ihres schweizer Institutes Zoologisches Institut der Universität Bern, kann man sehr viel interessantes über den Uhu erfahren; z.B. daß ein Uhu 50 Stundenkilometer schnell fliegen kann. Distanzen sind also schnell zurückgelegt. Aber je weiter er fliegt, desto mehr Energie verbraucht er natürlich auch. Die Uhujungen brauchen pro Nacht etwa 300 bis 400g Nahrung (Krähen, Igel,
Siebenschläfer, Kaninchen, Hasen, kleinere Eulen, Frösche, Mäuse) Als Jagdrevier bevorzugt der Uhu weite offene Landschaften, abwechslungsreich gestaltet mit Gehölzen, Hecken und Feldern. Ideal sind Gewässer in der Nähe, denn Wasser bedeutet auch reiche Nahrung u. schließlich will auch ein Uhu mal seinen Durst stillen oder ein Bad nehmen. So etwas findet der Uhu in Deutschland vorzugsweise in den Mittelgebirgen, deshalb ist dort auch eine höhere Besiedelungsdichte.

In den 60er Jahren war der Bestand des Uhu rapide gesunken. Zur Rettung wurde in dieser Zeit ein Artenschutzprogramm für diese bedrohte Eulenart geschaffen . Das heißt: Uhus wurden vermehrt in besonders geschützte Gebiete ausgewildert und betreut. Menschen haben hier keinen Zutritt. Denn der Uhu ist eine sehr scheue Eule und darf unter keinen Umständen an ihrem Nistplatz gestört werden, weder durch laute Wanderer noch durch übermütige Kletterer oder ehrgeizige Fotografen! Die Uhus haben es noch mit vielen anderen Gefahren zu tun: Hochspannungsleitungen, Schienen- und Strassenverkehr, Zerstörung ihres Lebensraum und Nahrungsmangel durch Veränderung der Argrarwirtschaft. Ich weise auf diese Widrigkeiten deshalb nocheinmal hin, denn der Uhu und alle Eulen bedürfen auch in Zukunft weiter unser aller Schutz.