Beuteschema von Eulen

Die Eulen bilden eine eigene Ordnung in der Klasse der Vögel. Insgesamt umfast die Ordnung der Eulen 140 verschiedene Arten, die auf allen Kontinenten, außer der Antarktis, vorkommen. Die Ordnung der Eulen wird von der zoologischen Systematik in zwei Familien unterteilt: die Schleiereulen, deren bekanntester Vertreter in Deutschland die Schleiereule ist, und die Eigentlichen Eulen, von denen in Deutschland der Uhu besonders bekannt ist. Während die kleinsten Eulenarten gerade einmal die Größe eines Sperlings erreichen, können die größten Eulenarten bis etwa 70 Zentimeter groß werden und vier Kilogramm Körpergewicht erreichen.

Trotz der Artenvielfalt haben die Eulen vieles gemeinsam, was sie auch von Laien leicht als Eulenvögel identifizierbar macht. Sie sind überwiegend nachtaktiv, obwohl es auch einige wenige Arten gibt, die gelegentlich am Tag jagen. Tagsüber sitzen die Eulen ruhig in einem Versteck (Felsnische, Baumhöhle) und begeben sich erst bei Anbruch der Dunkelheit auf die Jagd. Das Beuteschema der Eulen variiert stark und hängt in erster Linie von der Körpergröße der jeweiligen Art ab. Es reicht von Insekten bis hin zu Säugetieren von Hasengröße oder Vögeln bis zur Größe eines Huhns. Einige Arten jagen sogar Fische. Der Hauptanteil der Beute besteht jedoch aus kleinen Nagetieren wie Mäusen und Ratten. Zumindest größere Arten wie der Uhu fressen zudem Aas, auf das sie zufällig treffen.

Durch dieses Beuteschema erfüllen die Eulen eine wichtige ökologische Funktion in der Natur, gehören sie doch zu den wenigen Vogelarten, die nachts jagen. Dadurch vermögen sie die Bestände der Nagetiere auf natürlichem Weg in vertretbaren Größenordnungen zu halten. Entgegen landläufiger Meinung sind Eulen nämlich nicht nur Waldbewohner, viele Arten suchen sogar die Nähe des Menschen, weil es dort ganzjährig gute Futterquellen (Mäuse) gibt. Da gleichzeitig zahlreiche Eulen im Bestand gefährdet sind, verdienen sie im doppelten Sinn unseren Schutz. Nicht umsonst dient zum Beispiel eine stilisierte Eule auf gelbem Grund als Symbol eines Naturschutzgebiets.

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